| Ausgangslage |
In der Praxisberatung während des Schuljahres 99/00 befassten wir uns in einer Beratungseinheit mit dem Thema "Gewalt". Im Einverständnis mit dem Team Schulentwicklung (Team SE) beschloss das Primar-Schulhausteam zusammen mit dem Team von Kehrsiten, das Leitbildziel Wir fördern ein positives Sozialklima im Schuljahr 00/01 gezielt in die Praxis umzusetzen.
Unser Ziel ist es:
- Das Zusammenleben in den Klassen und der ganzen Schule zu fördern
- Die Schülerinnen und Schüler anregen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Da wir Prävention auf der Primarstufe als sehr wichtig empfinden, möchten wir den Schulkindern in einer Projektwoche mit verschiedenen Ateliers und dem Projekt "Peacemakers" von Ron Halbright eine Möglichkeit aufzeigen, wie man Konflikte friedlich lösen oder Streit schlichten kann.
| Planung |
Planungsbericht 1
Um das Vorhaben zu planen und den Informationsfluss zu gewährleisten, setzten wir folgende Spur- und Planungsgruppe ein:
| Theres Burrell | SHL Kehrsiten; Kindergarten |
| Brigitte Küchler | Team SE; HPSH; 1./2. Klasse |
| Paul Gut | SHL Primar; Team SE; 3./4. Klasse |
| Ernst Gander |
Päd. Kommission, 5./6. Klasse |
Erstes Planungstreffen
Am 19. Mai 00 traf sich die Gruppe zum esten Mal mit Herrn Urs Urech aus Baden. Für den Verein NCBI Schweiz, einem Ableger des Washingtoner National Coalition Building Institute, betreibt er schon einige Jahre Gewaltprävention unter Kindern und Jugendlichen. Hauptmerkmal der NCBI-Projekte ist die Ausbildung von Schülern und Schülerinnen zu so genannten "Peacemakers".
Urs Urech stellte uns seine Arbeit mit Kindern und Lehrpersonen überzeugend vor. Wir vereinbarten mit ihm im Einverständnis mit dem Primarschulteam und dem Team von Kehrsiten einen LehrerInnen-Fortbildungstag am Mittwoch, 13. September 00. Er wird uns an diesem SCHILF-Tag seine Methoden und Präventionsansätze vorstellen und mit den TeilnehmerInnen weitere Schritte planen. Voraussichtlich werden wir uns später in einer halbtägigen SCHILF-Veranstaltung über die inzwischen gemachten Erfahrungen austauschen und das weitere Vorgehen planen.
Noch vor den Sommerferien führen wir unter den SchülerInnen und Lehrpersonen eine Umfrage durch, welche uns Hinweise auf offene und versteckte Gewalt geben soll.
27.5.2000/pg
Schulhausinterne Fortbildung
Am 13. September und 29. November fand unter der Leitung von Urs Urech eine 11/2-tägige Lehrpersonenfortbildung mit dem Primarschulteam Stansstad und Kehrsiten statt. Die Gewaltproblematik und die Friedensförderung waren die zentralen Themen. Gleichzeitig nahmen wir die konkrete Planung einer Friedenswoche an die Hand.
Planung der Friedenswoche
An der Teamsitzung vom 12. Dezember 00 nahm die geplante Projektwoche konkrete Formen an: In der Schulwoche vom 2. – 6. April werden alle Schüler und Schülerinnen vormittags die 5 geplanten Ateliers besuchen. Drei Lehrpersonen aus jeder Stufe bereiten zusammen die einzelnen Ateliers vor und führen sie je nach Thema und Ablauf stufenübergreifend oder –getrennt durch.
Unter dem Aspekt der Friedensförderung sind folgende Ateliers geplant:
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Ateliers: |
Leiter/innen: |
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A. Amstad; T. Bossert; E. Gander; R. Ineichen |
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Th. Burrell; S. Daucourt; E. Gassmann; R. Schüpfer |
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M. Flühler; A. Oswald; B. Küchler |
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O. Erni, P. Gut; M. Wyrsch |
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S. Durrer; S. Marty; E. Schönenberger, E. Wyrsch |
M. Kraut wird zusammen mit E. Klauser die Projektwoche mit einer Medien-Gruppe begleiten.
Während zweier Tage werden die aus den einzelnen Klassen gewählten Kinder von Urs Urech und seinem Team zu Peacemakern ausgebildet. Diese Ausbildung und die einjährige Nachbetreuung begleiten E. Gander und R. Schüpfer.
Am Montag, 2. April 01 laden wir die Eltern zu einem Elternabend ein, an dem wir die Eltern in die Thematik der Friedensförderung und Gewaltprävention einführen.
Die Projektwoche wird mit einer kurzen Startveranstaltung im Gemeindesaal eröffnet und mit einer gemeinsamen Schlussveranstaltung am Freitagnachmittag beendet.
Wie weiter?
- Im Rahmen der Teamsitzung vom 23. Januar 01 werden sich die Atelier-Gruppen zur konkreten Weiterplanung treffen.
- Vor den Fasnachtsferien wird den Schülerinnen und Schülern das Peacemaker-Projekt vorgestellt.
- Nach den Fasnachtsferien wählen die einzelnen Klassen aus ihrer Mitte zwei Peacemaker, die dann während der ersten zwei Tage der Friedenswoche ausgebildet werden.
28.12.2000/pg
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